2-Die Bildungsreise als ästhetische Erfahrung Europas previous clip next clip

Recording date 2013-05-08

Via

Free

Language

German

Faculty

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Producer

MultiMediaZentrum

Was ist eigentlich eine Bildungsreise und welchen Beitrag kann sie zur Erfahrung der Ästhetik Europas leisten? Was nimmt man wahr, wenn man reisend die Ästhetik Europas erfahren möchte? Was zeichnet einen Bildungsreisenden aus und inwiefern kann eine Bildungsreise das Projekt des geeinten Europas befördern?

Um diesen Fragen nachzugehen, skizziert der Vortrag zunächst eine Struktur- bzw. Begriffstheorie dessen, was als Bildungsreise bezeichnet werden kann, um dann darzulegen, inwiefern das Prinzip des Reisens als eine eigenständige Form der Bildung zu erachten ist. Darauf aufbauend wirft der Vortrag einen näheren Blick auf das Ästhetische als elementare Weltzugangsmöglichkeit des Menschen, die sich durch ein reflexives Thematischwerden der Sinnlichkeit hinsichtlich erscheinender Phänomene auszeichnet.

Nach einem Exkurs, der der Frage nachgeht, was man sich nun unter der Ästhetik Europas vorstellen kann, bzw. welche Ideen, Logiken, Traditionen, Differenzen und Gemeinsamkeiten sich zeigen, wenn man das Reden über die Ästhetik Europas näher beleuchtet, wird abschließend der Versuch unternommen, das ästhetische Bildungsreisen als ein Prinzip aufzufassen, das dem einzelnen Menschen die Möglichkeit bereitet, in konkreten Situationen die Komplexität und Vielschichtigkeit der Ästhetik Europas mit eigenen Sinnen wahrzunehmen, sozusagen am eigenen Leib zu erspüren und auf sich und seine eigene kulturelle Existenz zu beziehen, um letztlich ein reflexives Bewusstsein für kulturell-ästhetische Differenzen und Konvergenzen, Alteritäten und Identitäten in Europa ausbilden zu können.

Eine ästhetische Bildungsreise würde in dieser Perspektive schließlich sowohl vielschichtige Verknüpfungen zwischen Ich und Welt ermöglichen als auch umfassende kulturelle Reflexionsprozesse in Gang setzen können, die das kulturell Eigene und das kulturell Fremde genauso bewusst werden lassen, wie das Verhältnis von individuell-subjektiven Kulturformen zu kollektiv-objektiven Kulturformen. Und dies wiederum könnte durchaus als ein je individueller Beitrag zum Projekt des geeinten Europas verstanden werden.

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